Sonntag, 25. November 2007
Ab| und zu
Ein Stöckchen ... von der Lunally ...
Da schauen wir doch mal, was ich so für Dekadenzen von mir zu berichten weiß ...

• Einige meiner Freunde sind Lehrer.
Auch als ich noch auf "meiner Singledatingseite" unterwegs war, habe(n) (m)ich erstaunlich viele Lehrerinnen kennengelernt.
Dabei habe ich sonst nichts mit dieser Berufsgruppe zu schaffen ...

• Ich habe mein erstes Blog aufgegeben.
Ich bin entdeckt worden. Durch meine eigene Nachlässigkeit. Das soll mir bitte nicht wieder passieren.

• Auch ich suche Zerstreuung bei dringenden Geschäften.
Allerdings eher in rätselhafter Form. Und meine Örtchen sind selten still.

• Ich bin noch nie explodiert.
So richtig wenigstens nicht. Auch hier fehlt mir offensichtlich eher die Gelegenheit. Das letzte Mal als es angebracht schien, habe ich die drei halbstarken Rotznasen nur anschauen müssen und sie sind nach deutlicher, aber ruhiger Ansprache, auseinander gestoben als sei der Leibhaftige hinter ihnen her.
Scheinbar muss ich lernen auch mal laut zu werden, bevor die kritische Masse erreicht ist ...

• Früher, viel früher, habe ich die aktuelle Fernsehzeitung mit dem Textmarker bearbeitet.
Damit mir keine interessante Sendung entging.
Mittlerweile ist es so, dass ich nicht mal mehr in einer blättere.

• Meine Musik spielt das Radio.
Ab und an erbarmt sich der Ein oder die Andere und überlässt mir seine/ihre Sicherungskopie einer aktuellen CD zur Verwahrung. Ich empfinde das als sehr nett ... und spannend.
Wenn ich CD kaufe, dann meist die Musik meiner Jugend. Meine Sicherungskopien möchte niemand sonst verwahren, weil die Musik nicht aktuell ist. So wie ich.

• Mein Lieblingsfilm ist immer noch Love actually.
Kommentarlos.

• Ich freu' mich innig herzlich wirklich doll über jeden Leser meines früheren Blogs, der mich hier wiederfindet.
Und das, obwohl ich noch nicht mit dem Zaunpfahl gewunken habe.

• Ich mag keine Fotos von mir.
Ähnlich wie Sprachaufnahmen von den Besitzern selten gemocht werden, und die wenigsten ihre Stimme als die ihre wahrnehmen, mag ich Bilder von mir. Das bin ich einfach nicht.
Aber wie so oft bestätigen auch hier die Ausnahmen die Regel.
Das Bild von mir, was ich im Augenblick am liebsten mag, hat meine beste Freundin mit folgenden Worten kommentiert:
"Da siehst Du ja aus wie nach einem Boxkampf".
Das fällt wohl unter den Komplex: Eigen- und Fremdwahrnehmung.

• Ich glaube an Reinkarnation.
Jetzt nicht im religiösen Sinne und auch nicht fanatisch. Aber ich hatte ein Erlebnis in der Kindheit welches mich daran glauben lässt.
Allerdings finde ich das nicht so interessant, als das ich dem Kindheitserlebnis weiter auf den Grund gehen würde.

So. Damit ist meine Liste auf mittlerweile 126 Merkwürdigkeiten angewachsen.
Ich denke, langsam sollte ich anfangen die Dinge zu notieren, die alltäglich wären, so im Allgemeinen mein ich ...

Ich lass es jetzt hier mal liegen, weil ich gerade dabei bin ein anderes Stöckchen zu schnitzen, welches ich dann fortwerfe ...

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Mittwoch, 21. November 2007
Ab|nabeln
Vor sieben Jahren ... ungefähr ... gab sie mir die rote Pille und ich wachte auf.
Später ging sie; und schickte mich durch ihre Hölle.
Gleich darauf ging ich durch meine.

Gestern hab' ich sie besucht, jetzt, da sie durch ihre Hölle muss.

Es hat mich nicht wirklich überrascht, dass ich nichts mehr für sie empfinde - außer Dankbarkeit. Aber das weiß sie nicht, und wird es auch nicht verstehen.

Denn während ich den Maschinen entkommen bin schläft sie immer noch.

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Montag, 19. November 2007
Ab|getragen
Am Samstag las ich in unserer - wirklich bescheidenen - Tageszeitung:

Verkaufe
Brautkleid, Prinzessinstil, Größe 38, nicht getragen.


Da steckt bestimmt eine interessante Geschichte dahinter.

Wobei kaum oder wenig getragene Brautkleider sicherlich schon nicht jeder Frau's Ding ist - aber gar nicht getragen? Das scheint mir kein guter Start in die Ehe, die heilige.

By the way: A. hat sich heute bei mir gemeldet.
(An dieser Stelle könnte ich auf einen erläuternden Beitrag im alten Blog verweisen, aber ...).
Per SMS.
Ob ich mal Zeit auf'n Kaffee hätte.

Letzte Woche hab' ich mich darüber noch mit dem Lieblingskollegen unterhalten, der ganz erstaunt darüber war, dass A. und ich keinen Kontakt mehr zueinander haben.
Wenn A. einen Freund hat, dann bin ich nicht gegenwärtig hab' ich ihm erklärt. Zugegeben, verschwiegen hab' ich ihm, dass ich's deswegen bin, weil sie ihren Freunden nicht erklären möchte, dass wir einmal etwas miteinander hatten, um deren Eifersucht aus dem Weg zu gehen.
Das sie aber mit keinem Kontakt das gleiche Ergebnis hat wie kein Kontakt wegen Eifersucht, ist ihr vielleicht noch nicht klar geworden. Einfacher ist's schon so.
Egal.
Als Übergangslösung schein ich aber immer noch besonders reizvoll zu sein. War ich doch der Erste auf ihrer Liste, zu dem sie jetzt - nach der Trennung - wieder Kontakt gesucht hat.
Sagt sie.

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Ab|schmecken
Frau Rosey hatte noch ein Stöckchen für mich.
Ein Gutes muss ich sagen ...

Welche Gerichte verbinde ich mit folgenden Orten und/oder Gegebenheiten:
(oder so ähnlich...)

Freibad:
Kalte, panierte Schnitzel oder Koteletts. Oder auch belegte Brötchen. Und unbedingt kalten schwarzen Tee mit Zitrone.
Das fand sich immer in der Kühltasche, wenn meine Mutter mit der Nachbarin und uns und den Nachbarskindern ins Freibad ging.
Später dann bunte Tüten, als es ohne Mutter, Nachbarin und deren Kindern, aber mit eigenem Taschengeld ins Freibad ging.

Skihütte:
Jagertee und Flädlesuppe

Urlaub:
Abhängig vom Urlaubsziel Kaiserschmarrn oder frischen Fisch.

bei Mutti:
Duftkuchen

bei Krankheit:
Suppen. Meist klare Brühen.
Bei einem Kater mit einem aufgekochten Ei aufgepeppt.
- als Kind: Milchsuppe

bei Liebeskummer:
Nichts.
Einmal habe ich eine halbe Flasche Rum geleert.
In sehr kurzer Zeit.
In minimaler Verdünnung.

Unterwegs:
Von den ersten Urlauben als kleines Kind sind mir belegte Brötchen mit Bierschinken und hartgekochte Eier in Erinnerung geblieben. Die Brötchen waren immer schon ziemlich weich nach der langen Autofahrt ...

Restaurant:
Tagesgerichte. Am liebsten Fisch - wenn ich am Wasser bin.
-als Kind:
Champignonschnitzel. Mein Ein und Alles.

Niemals:
Stierhoden. Oder jedwede anderen Geschlechts- und Fortpflanzungsorgane.
Ansonsten bin ich wohl für alles offen ...

Immer gerne:
Steak. Da kann man nicht wirklich viel falsch machen.

Überraschend gut:
Straußensteak

Überraschend schlecht:
Gab's noch nicht. Ich habe schon häufiger schlecht gegessen - aber niemals überraschend.

Für immer mein absolutes Lieblingsessen:
Als Kind bin ich jeden Morgen zu meiner Oma in die Oberwohnung gestiefelt und habe mir ihr gefrühstückt. Es gab in warmer Milch gestippte Schwarzbrotstückchen und zwei Lebertranpillen. Ich hab's geliebt ... als Kind.

das beste Restaurant, in dem ich war:
Kein spezielles.
Sterne machen da wohl wenig aus.
In den Pubs auf Jersey hab' ich am besten gegessen.


Jetzt ... plünder ich erst mal den Kühlschrank.
Und warte dann gespannt auf Ihre Antworten ...

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AB|C
Offensichtlich bin ich erhört worden (oder gelesen ...?)

Schreib ein Wort auf, dass dir spontan dazu einfällt, und erkläre, wieso es dir einfiel, was es bedeutet, etc.
1. G wie Gerd.
Ist mein ältester (im Sinne von längster) Kumpel Freund. Keine Ahnung warum, aber er fällt mir immer sofort bei diesem Buchstaben ein. Ich glaub' das ist mal sowas wie eine Seelenverwandtschaft.
2. W wie Westen
Meine Lieblingshimmelsrichtung. Und trotzdem suche ich sie spontan immer auf der falschen Seite. Ich bin ein Kind des kalten Krieges. Der Westen steht für Weite, Freiheit, Sonnenuntergänge.
3. N wie Nein oder Nie
Beim N kommt's nicht so spontan, aber wiederholt die Negierung. Keine Ahnung warum. Wahrscheinlich weil ich ein Nein a) schlecht entgegennehmen kann und b) ungern ausspreche.
4. P wie Paula
Ich kenne keine Paula. Aber das P ist Paula. Definitiv. Vielleicht wird meine Tochter einst so heissen?
5. R wie Re...
... im Sinne von zurück oder entgegen. Ich mag den Buchstaben R gar nicht.
Mir fällt ü b e r h a u p t nichts konkretes dazu ein ...

Das war ... hart.
Dabei hab' ich festgestellt, dass ich in Bezug auf Buchstaben scheinbar synästhtische Züge habe. Das war mir noch gar nicht so bewusst.
Das Stöckchen kommt von ihr.
Und ich bin jetzt ganz gespannt, was sie daraus machen, Frau Rosey.

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