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Freitag, 28. August 2015
Am Freitag, 28. Aug 2015 im Topic 'ab][solut'
Refugees welcome
Ich like nicht wild drauf los, teile auch nicht.
Ich mag das Format der beiden noch nicht mal.
Aber das, was sie hier sagen trifft das, was ich denke.
Ich like nicht wild drauf los, teile auch nicht.
Ich mag das Format der beiden noch nicht mal.
Aber das, was sie hier sagen trifft das, was ich denke.
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Am Freitag, 28. Aug 2015 im Topic 'Ab][domen'
Die Radiologin holt Luft und bereitet sich darauf vor, mir mitzuteilen, dass die eine Metastase, auf die vor zweieinhalb Monaten bereits ihr Kollege mit ernster Miene hingewiesen hat, weiteren Raum fordert. Als sie mir den Umstand auf dem Bildschirm deutlich machen will, werfe ich ein, dass die Raumforderung aber ja auch von der thermischen Ablation herrühren könne.
Wie, thermische Ablation? Wann denn?
Vor genau vier Wochen meine ich.
Sie schaut demonstrativ auf die Überweisung und vermisst einen entsprechenden Hinweis.
Ich entschuldige das Fehlen – obwohl ich nun nix dafür kann – vermeide auch, sie darauf hinzuweisen, dass ich vor dem MRT ihren Mitarbeitern den Hinweis gegeben habe.
Sie schaut nochmal auf die Überweisung (Hinweis fehlt weiterhin) und beklagt sich, dass sie ja nun den Bericht nochmal diktieren müsse.
Ich sag dann nix mehr, in der Hoffnung dadurch zügig mehr über meine Leber und das Ergebnis der vor vier Wochen durchgeführten thermischen Ablation zu erfahren, was auch klappt. Geringfügig jedenfalls.
Sie: Das kann man bei dieser Bildgebung nicht entscheiden, ob das nekrotischen Gewebe oder Tumorgewebe ist, das ist beides möglich.
Ich: Gäbe es den andere bildgebende Verfahren, mit denen das möglich wäre …?
Sie: Mit PET vielleicht … nein, doch nicht.
Gibt es also nicht.
Unter diesen Umständen handelt es sich nicht mehr um einen Folgebefund sondern um einen Ausgangsbefund
Aha.
Sonst hat sich aber nichts verändert. Nichts dazu gekommen, nichts größer geworden freut sie sich.
Ich mich auch.
Ob sie was zu den anderen Stellen sagen könne, da sich ja keiner darauf festlegen möchte, ob es OP-Narben oder Metastasen sind. Könne sie nicht. Auch sie hält beides für möglich. Der Bericht geht dann an meine Onkologin.
Ich kann die Onkologie ja darauf aufmerksam machen, dass auf der Überweisung der Hinweis auf den aktuellen Behandlungsstatus fehlt biete ich zum Abschied an.
Lassen sie mal auf den Überweisungsträger schauend (Inhalt unverändert), der fehlt beim nächsten Mal eh wieder.
Eine Stunde später sitzen das Shopgirl und ich bei meiner Onkologin. Ich habe einen kurzen Blick auf den Bericht der Radiologin werfen können. Im zweiten Anlauf konnte Sie sogar den Einstichkanal auf dem MRT-Bild beschreiben.
Da sich keine Veränderungen gegenüber dem MRT Befund von vor zwei Monaten zeigen bleibt die Chemo ausgesetzt. Bis wenigstens Mitte November.
Da das bis hierhin gut geklappt hat, werde ich Sie spätestens dann noch mal ums Daumendrücken bitten.
Einschulung könnte klappen.
Ich danke allen, die bis jetzt gedrückt oder gedacht haben.
Echt jetzt.
Wie, thermische Ablation? Wann denn?
Vor genau vier Wochen meine ich.
Sie schaut demonstrativ auf die Überweisung und vermisst einen entsprechenden Hinweis.
Ich entschuldige das Fehlen – obwohl ich nun nix dafür kann – vermeide auch, sie darauf hinzuweisen, dass ich vor dem MRT ihren Mitarbeitern den Hinweis gegeben habe.
Sie schaut nochmal auf die Überweisung (Hinweis fehlt weiterhin) und beklagt sich, dass sie ja nun den Bericht nochmal diktieren müsse.
Ich sag dann nix mehr, in der Hoffnung dadurch zügig mehr über meine Leber und das Ergebnis der vor vier Wochen durchgeführten thermischen Ablation zu erfahren, was auch klappt. Geringfügig jedenfalls.
Sie: Das kann man bei dieser Bildgebung nicht entscheiden, ob das nekrotischen Gewebe oder Tumorgewebe ist, das ist beides möglich.
Ich: Gäbe es den andere bildgebende Verfahren, mit denen das möglich wäre …?
Sie: Mit PET vielleicht … nein, doch nicht.
Gibt es also nicht.
Unter diesen Umständen handelt es sich nicht mehr um einen Folgebefund sondern um einen Ausgangsbefund
Aha.
Sonst hat sich aber nichts verändert. Nichts dazu gekommen, nichts größer geworden freut sie sich.
Ich mich auch.
Ob sie was zu den anderen Stellen sagen könne, da sich ja keiner darauf festlegen möchte, ob es OP-Narben oder Metastasen sind. Könne sie nicht. Auch sie hält beides für möglich. Der Bericht geht dann an meine Onkologin.
Ich kann die Onkologie ja darauf aufmerksam machen, dass auf der Überweisung der Hinweis auf den aktuellen Behandlungsstatus fehlt biete ich zum Abschied an.
Lassen sie mal auf den Überweisungsträger schauend (Inhalt unverändert), der fehlt beim nächsten Mal eh wieder.
Eine Stunde später sitzen das Shopgirl und ich bei meiner Onkologin. Ich habe einen kurzen Blick auf den Bericht der Radiologin werfen können. Im zweiten Anlauf konnte Sie sogar den Einstichkanal auf dem MRT-Bild beschreiben.
Da sich keine Veränderungen gegenüber dem MRT Befund von vor zwei Monaten zeigen bleibt die Chemo ausgesetzt. Bis wenigstens Mitte November.
Da das bis hierhin gut geklappt hat, werde ich Sie spätestens dann noch mal ums Daumendrücken bitten.
Einschulung könnte klappen.
Ich danke allen, die bis jetzt gedrückt oder gedacht haben.
Echt jetzt.
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Freitag, 31. Juli 2015
Ab|lation, radiologische
Am Freitag, 31. Jul 2015 im Topic 'Ab][domen'
Googeln Sie ruhig ...
Am Montag meint ein Kollege zu mir
Ich hab da noch ein Thema für die nächste BR-Sitzung. Stelle ich dann Mittwoch mal vor.
Ich: Bin ich nicht da. Ich geh doch morgen ins Krankenhaus.
Er: Ach so. Dann schick' ich Dir's heut' noch. Du sollst ja auch nicht dumm sterben.
Ich mag ja schwarzen Humor. Ihm war es sichtlich unangenehm.
Zurück zur Ablation.
Der Chefchirurg meinte, dass in meinem Fall eine radiologische Ablation doch eher angeraten wäre als eine OP. Klar könne er das auch operieren. Aufwendig, aber kein Hexenwerk. Nur könne man das doch immer noch machen. So eine Ablation ist doch deutlich geringer invasiv. Und faktisch wäre es ja derzeit auch nur eine Metastase.
Ich also Dienstag ins KH, Mittags auf'm OP-Tisch (eigentlich CT-Tisch), abends den Tee und die Scheibe Brot erbrechen, schlafen, fertig.
Keine Schmerzen, dafür Fieber am nächsten Tag. Am Donnerstag nach Hause. Operateure sind zufrieden. Komplikationslos.
So weit so gut. Mir fehlen nur gute 24 Stunden nach der OP. Der Anästhesist, ein Kumpel, hat es wohl sehr gut gemeint.
Und.
Der Patient, mit dem ich das Zimmer teilte, teilt mit mir auch die Erkrankung. Bei ihm im Januar entdeckt, Darmkrebs entfernt, neun mal Chemo, Metatstasen in der Leber scheinbar operabel, Bauch aufgeschnitten, geflucht, Bauch zugetackert.
Die Operateure haben deutlich mehr Metastasen gefunden als die MRT-Aufnahmen vermuten liessen.
Vielleicht kann eine Umstellung der Chemo noch helfen. Die Ärzte scheinen nicht viel Hoffnung zu haben. Er auch nicht.
Eine Schwester die ihm berichten will, dass seine Onkologin heute nicht zu sprechen ist, meint: Sie hat auch einen Trauerfall in der Familie.
Das ist selbst für mich zu viel schwarzer Humor.
Wieder Zuhause finden die Tränen keinen halt.
Ich sollte mich freuen. Hab aber zwei Tage in einer Schlangengrube gelegen.
Hätten die mich nicht auf ein Zimmer mit einem senilen Opa legen können, dem der Blinddarm entfernt wurde?
Am Montag meint ein Kollege zu mir
Ich hab da noch ein Thema für die nächste BR-Sitzung. Stelle ich dann Mittwoch mal vor.
Ich: Bin ich nicht da. Ich geh doch morgen ins Krankenhaus.
Er: Ach so. Dann schick' ich Dir's heut' noch. Du sollst ja auch nicht dumm sterben.
Ich mag ja schwarzen Humor. Ihm war es sichtlich unangenehm.
Zurück zur Ablation.
Der Chefchirurg meinte, dass in meinem Fall eine radiologische Ablation doch eher angeraten wäre als eine OP. Klar könne er das auch operieren. Aufwendig, aber kein Hexenwerk. Nur könne man das doch immer noch machen. So eine Ablation ist doch deutlich geringer invasiv. Und faktisch wäre es ja derzeit auch nur eine Metastase.
Ich also Dienstag ins KH, Mittags auf'm OP-Tisch (eigentlich CT-Tisch), abends den Tee und die Scheibe Brot erbrechen, schlafen, fertig.
Keine Schmerzen, dafür Fieber am nächsten Tag. Am Donnerstag nach Hause. Operateure sind zufrieden. Komplikationslos.
So weit so gut. Mir fehlen nur gute 24 Stunden nach der OP. Der Anästhesist, ein Kumpel, hat es wohl sehr gut gemeint.
Und.
Der Patient, mit dem ich das Zimmer teilte, teilt mit mir auch die Erkrankung. Bei ihm im Januar entdeckt, Darmkrebs entfernt, neun mal Chemo, Metatstasen in der Leber scheinbar operabel, Bauch aufgeschnitten, geflucht, Bauch zugetackert.
Die Operateure haben deutlich mehr Metastasen gefunden als die MRT-Aufnahmen vermuten liessen.
Vielleicht kann eine Umstellung der Chemo noch helfen. Die Ärzte scheinen nicht viel Hoffnung zu haben. Er auch nicht.
Eine Schwester die ihm berichten will, dass seine Onkologin heute nicht zu sprechen ist, meint: Sie hat auch einen Trauerfall in der Familie.
Das ist selbst für mich zu viel schwarzer Humor.
Wieder Zuhause finden die Tränen keinen halt.
Ich sollte mich freuen. Hab aber zwei Tage in einer Schlangengrube gelegen.
Hätten die mich nicht auf ein Zimmer mit einem senilen Opa legen können, dem der Blinddarm entfernt wurde?
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Dienstag, 16. Juni 2015
Am Dienstag, 16. Jun 2015 im Topic 'Ab][domen'
Non, je ne regrette rien.
Tatsächlich trifft in meinem Fall keiner der fünf genannten Bedauerlichkeiten zu.
Ich habe bei weitem nicht alles richtig gemacht. Das dann aber wohl doch.
Das gestrige MRT ergab eine vergrößerte Metastase.
Während mir sonst die Radiologen in erstinstanzlicher Aufklärung in der Regel Hoffnung gemacht hatten und die Onkologen zwei Stunden später alles wieder revidierten und meist ins Gegenteil verkehrten, ist es jetzt entgegengesetzt.
Die gewachsene Filae (ich zuck jedesmal zusammen, wenn ich Berichte von derscheiß Sonde Philae höre oder sehe) eröffnet alternative Behandlungsmethoden.
Donnertag ist Tumorkonferenz.
Vielleicht würden Sie nochmal ...?
Tatsächlich trifft in meinem Fall keiner der fünf genannten Bedauerlichkeiten zu.
Ich habe bei weitem nicht alles richtig gemacht. Das dann aber wohl doch.
Das gestrige MRT ergab eine vergrößerte Metastase.
Während mir sonst die Radiologen in erstinstanzlicher Aufklärung in der Regel Hoffnung gemacht hatten und die Onkologen zwei Stunden später alles wieder revidierten und meist ins Gegenteil verkehrten, ist es jetzt entgegengesetzt.
Die gewachsene Filae (ich zuck jedesmal zusammen, wenn ich Berichte von der
Donnertag ist Tumorkonferenz.
Vielleicht würden Sie nochmal ...?
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