Freitag, 2. Mai 2008
Ab|trünnig
Unter der Woche habe ich zwei kräftige Spurts beim Pölen hin- und anschließend mich abgelegt.
Das Herz wollte nicht mitspielen. Nicht, dass es sich umgedreht und gegangen wäre. Nein, beleidigt hinterhergedrömelt ist es.
Damit habe ich es dann auch vorgezogen, meinen Einsatz nicht über die Halbzeitpause auszudehnen.

Am nächsten Morgen meinte der Doc dann, dass mein EKG keine Besonderheiten aufweisen würde. Meinem Einwand, der Blutdruck falle aber schon ein wenig niedrig aus, begegneter er mit dem Hinweis, dass ich wohl gerade besonders entspannt wäre. Ja, genau, jetzt merk ich’s auch ...

Von seiner Helferin bekam ich dann einen Termin zum Belastungs-EKG - in zwei Wochen. Mein freundliches „Ich komm’ gerne, wenn ich dann noch lebe“ quittierte sie mit tadelndem Blick.
Diese meine Herzschwäche dauerte keine vierundzwanzig Stunden an. Ist also erstmal wieder alles im Lot.

Bei anderen Gelegenheiten drohe ich ja gerne mit „Wer sich nicht benimmt fliegt raus“ und habe auch schon mal an meinen Mandeln ein Exempel statuiert. In diesem Fall würden mir die Konsequenzen aber wohl eher das Leben schwer machen ...

Wie auch immer. Der Horizont ist wiedermal etwas erweitert worden. Und Verständnis geweckt, weil ich davor nicht viel Anfangen konnte mit diesen Ängsten und Nöten. Auch wenn ich sie selbst jetzt nicht verspürt habe.
„Haben sie Vertrauen in ihr Herz?“ hat mich der Doc gefragt.
Aber klar doch. Und keine Alternativen.

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Samstag, 26. April 2008
Ab|warten
Ich kann ja oft den unangenehmen Dingen auch die positiven Seiten abgewinnen.

Der Ärger vom Anfang der Woche zum Beispiel sorgte schlussendlich ja auch für Frieden durch Aufhebung des Waffenstillstandes. Auch wenn damit die diplomatischen Verbindungen abgerissen sind.

Und entzündete Nerven bringen mich einer angemessenen Badehosenfigur ein wenig näher. Und ich freunde mich mit der Lust des nachlassenden Schmerzes an. Wenn auch nicht ganz so drastisch.

Heute dann, bei der Fahrt durch die norddeutsche Tiefebene mit angemessener Musik, über einen Steckbrief sinniert, und mich gefragt, ob es besser ist, sich zu stellen, lieber zu flüchten oder sich ruhig zu verhalten.
Andererseits ... sollen doch Jüngere sich die Hörner abstoßen.

Ich warte auf den Mai.

So.

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Freitag, 25. April 2008
Ab|szeß
Heute mal früher zu Hause. Weil kurzentschlossen doch noch vor dem Wochenende beim Zahnarzt gewesen.
Wurzelbehandlung.
Erster Teil.
Und in dem Nerv steckt noch Leben, das kann ich Ihnen flüstern!

Der April wird auch in diesem Jahr eindeutig nicht mein Lieblingsmonat.

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